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Cover Indiana Jones und das Erbe von Avalon deutsch

Professor Higgins ist in den USA an dem College zu Gast, an dem auch Indiana Jones unterrichtet. Die beiden Historiker freunden sich bei dem Besuch recht schnell an. Doch dann wird Higgins per Telegramm zurück nach England gerufen. Hier wurde ein junger Mann aufgegriffen, der einen alten walisischen Dialekt spricht, den außer ihm niemand mehr versteht. Noch vor seiner Abreise wird Higgins in seinem Zimmer überfallen und nur Indys beherztes Eingreifen kann den Mann vor einer Entführung retten. Das Ereignis macht Indy misstrauisch und er begleitet seinen neuen Freund zur Vorsicht lieber nach England.

Tatsächlich kann sich Higgins in seiner Heimat mit dem verwirrt wirkenden Mann unterhalten. Dieser erzählt ihm, dass er der Knappe von Sir Lancelot sei und Higgins glaubt ihm, da der junge Mann viel zu viel über die Zeit weiß, um ein Betrüger zu sein. Der britische Geheimdienst ist gar nicht erfreut über den Vorfall und versucht Indiana Jones wieder aus dem Land zu schaffen, doch das Eingreifen der Deutschen verhindert dies. Hitlers Schergen haben Sir Lancelot gefangen genommen und sind nun auf der Suche nach dem legendären Schwert Excalibur mit dem der Führer hofft, sich zum Herrscher Englands zu machen.

Wolfgang Hohlbeins Schreibstil hat sich seit dem letzten Indiana Jones-Band geändert. In diesem Buch scheint er eine Vorliebe für Teilsätze und Anmerkungen in Klammern entwickelt zu haben. Zudem wirkt es so, als hätte er sich (vielleicht erstmals) mehr mit den Filmen, die die Reihe inspiriert haben, auseinandergesetzt, denn er spielt mehrfach auf diese an. Leider wurde der Name von Indys Freund Marcus Brody durchweg falsch geschrieben. Wer hinter dem Entführungsversuch am Anfang des Buchs steckt und warum man den Professor entführen wollte wird übrigens nicht weiterverfolgt und hat keine Relevanz für die Handlung. Trotz all dieser Kritikpunkte ist Indiana Jones und das Erbe von Avalon der bisher beste Indiana Jones-Roman von Wolfgang Hohlbein, da er sich von der Atmosphäre und vom Handlungsaufbau her am besten in die Welt seiner Vorlage einfügt.

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