Meine Bücherwürmer


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Cover Raiders of the Lost Ark englisch

Indiana Jones ist gerade aus dem südamerikanischen Dschungel zurückgekehrt, wo ihm nach einer lebensgefährlichen Bergungsaktion sein Konkurrent Belloq ein wertvolles Artefakt aus den Händen gerissen hat. Noch immer schäumt der junge Professor für Archäologie vor Wut. Doch das Eintreffen von zwei Regierungsbeamten lässt ihn das alles vergessen. Sie berichten ihm von einer deutschen Ausgrabung in Ägypten, bei der die Nazis die verlorene Stadt Tanis entdeckt haben. Für Indiana Jones steht fest, dass die Deutschen hinter der Bundeslade her sind und diese in Hitlers Händen eine gefährliche Waffe wäre. Die Regierungsbeamten schenken ihm Glauben und senden ihn aus, vor den Nazis die Bundeslade zu finden.

Um den genauen Standort der Kammer der Seelen genannten Schatzkammer in Tanis aufzuspüren benötigt man ein Medaillon, von dem Indy weiß, dass es sein früherer Mentor, Abner Ravenwood gefunden hat. Sogleich macht er sich auf den Weg nach Nepal, wo er hofft, Abner aufzuspüren zu können. In einem winzigen Dorf am Ende der Welt findet er eine Bar, deren Besitzer Ravenwood heißt. In ihrem Inneren findet er neben vielen Trunkenbolden aus aller Welt jedoch nur noch Abners Tochter Marion. Diese ist gar nicht gut auf Indy zu sprechen, der ihr zehn Jahre zuvor das Herz gebrochen hat und lässt ihn daher erst einmal zappeln. Doch die Zeit ist knapp, denn Nazi-Scherge Toht ist Indy nach Nepal gefolgt und scheut keine Mittel und Wege, um an das benötigte Medaillon zu gelangen.

Raiders of the Lost Ark / Jäger des verlorenen Schatzes basiert auf dem Drehbuch zum gleichnamigen Film. Wie bei allen Filmen, wurden am Set noch kurzfristig Änderungen vorgenommen. Dem Roman fehlen diese Anpassungen, so dass es hier und da ein wenig mehr zu entdecken gibt. Jedoch sind so auch viele witzige Stellen nicht mit im Buch gelandet und die Charaktere weichen auch deutlich von den gecasteten Schauspielern ab. Der Film wirkt deutlich kompakter und hat ein besseres Timing, was auch daran liegt, dass die vielen Vergleiche, die Campbell Black verwendet, und die langen inneren Monologe die seine Figuren in brenzlichen Situationen noch zu führen scheinen, das Buch in die Länge ziehen. Insbesondere Marions Charakter ist im Film viel stärker und selbstbewusster. Einige Seiten des Buchs, die sich auf sie beziehen wirken so, als hätte man sie aus einem Erotikroman herauskopiert.

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