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Cover Tod eines Geistes deutsch

Die Hochzeit von Lady Penelope Hatton und Sir Perceval Holmes steht an. Dazu finden sich die Freunde auf dem Stammsitz der Familie Holmes, Slane House, in Devon ein. Percy, der vor vielen Jahren nach London gezogen ist, ist hier selten zu Gast. Nachdem sein jüngerer Bruder Henry das Familienvermögen verprasst hat, hat er die Verwaltung der Ländereien an seine Nichte Francine übergeben.

Penelope und ihre beste Freundin Harriet Stableford sind schon vor ihren Männern angereist. Die Zeit in Slane House verlief für die beiden Frauen jedoch nicht so erholsam wie erhofft. Immer wieder spielt einer der Anwesenden Gäste üble Streiche mit der jungen Braut. Dabei hat Percy ihnen noch nicht einmal etwas vom Geist der ersten Frau seines Großvaters erzählt, die in der Nacht vor ihrer Hochzeit im Haus umkam und seitdem durch das Gemäuer spukt. In letzter Zeit soll sie wieder vermehrt zu sehen gewesen sein. Als John Stableford zusammen mit den anderen Männern eintrifft, glaubt er nicht an Geister, sondern vermutet eine irdische Ursache hinter dem Schabernack.

Die Ereignisse spitzen sich rasch zu und können schon bald als klare Morddrohung Penelope gegenüber aufgefasst werden. Nicht nur wird ihr Porträt zerschnitten, auch ihr Hochzeitskleid fällt dem Täter zum Opfer. Es wird von ihm wie ein Totenkleid drapiert und dann im Herzbereich zerstochen. Percy glaubt, dass Laura Beaumont, die Schwester der Frau seines Bruders Henry, dahintersteckt. Allein ihre Anwesenheit ist eine Provokation. Die Frau hat sich vor Jahren an Percys Hals geworfen, um ihrer Schwester eins auszuwischen, und niemand hat sie zur Hochzeit eingeladen. Nach einem Wutanfall lässt Percy sie rauswerfen und glaubt damit, dem Spuk ein Ende bereitet zu haben.

Doch in der nächsten Nacht werden die Gäste von einem höllischen Gepolter aufgeschreckt. Auf dem Flur vor den Schlafzimmern entdecken sie einen verletzten Hausangestellten, der gesehen haben will, wie ein Geist in das verschlossene Zimmer mit Penelopes neuem Hochzeitskleid geflogen ist. Als die Männer die Tür aufbrechen finden sie darin Lauras Leiche. Sie trägt Penelopes Kleid und in der Hand hält sie den einzigen Schlüssel für das Zimmer. Jetzt sind Stableford und sein Ermittlergespür gefragt, denn Percy möchte die Polizei aus der Familienangelegenheit heraushalten.

In Tod eines Geistes spürt man regelrecht, wie John Stableford dem Täter langsam immer näherkommt. Die Spannung steigt kontinuierlich. Die große Anzahl von über zwanzig Personen im Haus und die Titel, die sie zusätzlich zu ihren teils sehr ähnlichen Namen tragen, machen das Geschehen teils etwas unübersichtlich. Die Enttarnung des Täters am Ende des Buches hat mich leider nicht übermäßig begeistert. Stableford selbst hatte sich nicht auf eine Person festgelegt und das Motiv des Täters überzeugte auch nicht recht. Die nebenbei passierende Analyse der Genremotive hingegen gibt dem Roman erneut einen gewissen Reiz.

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